Feb. 2001
Mitteilungen der Berliner Gesellschaft für Missionsgeschichte e. V.
ISSN 1616-4911
Nummer 8 Februar 2001
Erste Erfolge zur Rettung des Berliner Missionsarchivs
Nach Jahren intensiver Bemühungen um den Erhalt des Berliner Missionsarchivs (BMA) gibt es nun endlich erfreuliche Neuigkeiten: Ab April soll mit der vollständigen Verzeichnung der afrikabezogenen Bestände (Tansania und Südafrika) begonnen werden.
Das BMA ist in keinem guten Zustand. Schlechte Lagerung, trockene Heizungsluft, Säure, Milben und Wasserschäden haben dem über hundertjährigen, dünnen Papier zugesetzt. Es reißt leicht und die Ränder bröseln zentimeterweise ab. Einige Akten können kaum noch an Nutzer/-innen herausgegeben werden. Informationen aber, die einmal zerbröselt sind, sind definitiv verloren. Darüber hinaus sind die Bestände nach wie vor nur zum Teil und unzureichend erfasst. Nach seinem Umzug in das neu errichtete Kirchliche Archivzentrum, Bethaniendamm 29, 10997 Berlin (Kreuzberg) im August 2000, sind die Archivalien nun zwar gut gelagert, aber es wird für Nutzer/- innen ohne vollständiges Findbuch schwer werden, Akten auszuwählen und einzusehen. Es war daher dringend notwendig, Gelder für eine vollständige Verzeichnung und Sicherheitsverfilmung einzuwerben. Aber finden Sie einmal Sponsoren für ein Missionsarchiv! Wir mussten feststellen, dass das nicht einfach ist. Insbesondere im wohlhabenden Deutschland war schwer zu vermitteln, welch reiches Kulturerbe, einzigartige regionale und überseeische Geschichtszeugnisse das BMA birgt und welche unersetzbare Bedeutung die Quellen für die Länder in den ehemaligen Missionsgebieten haben.
Aber nun ist ein Anfang geschafft! Die Humboldt-Universität zu Berlin, die Universität Leipzig und die BGMG haben in einer gemeinsamen Fundraising-Initiative insgesamt 42 000 DM zusammengebracht. Der größte Teil des Geldes stammt aus Südafrika! Den zweiten Löwenanteil stiftete die Commerzbank. Den Sponsoren sind wir dankbar für ihr Interesse am Archiv, die finanzielle Hilfe und die gute Zusammenarbeit.
Von dem vorhandenen Geld wird die Humboldt-Universität in den nächsten Monaten eine(n) qualifizierte(n) Verzeichner/-in einstellen. Es wird ein modernes, einheitliches Registratursystem eingeführt und die Erfassung so vorgenommen, dass sie gleichzeitig die im Anschluss daran geplante Verfilmung vorbereitet. Sollten Sie sich durch frühere Nutzung des Archivs in bestimmten Teilbeständen gut auskennen, wären wir dankbar, wenn Sie sich für eventuelle Rückfragen, die während der Verzeichnung auftauchen, zur Verfügung stellen könnten. Da das Geld nicht weit reichen wird, sind Sie herzlich eingeladen, mit uns über weitere Finanzierungsmöglichkeiten nachzudenken, damit bspw. auch der China-Bestand verzeichnet und in die (ebenfalls noch zu finanzierende) Verfilmung eingeschlossen werden kann. Erst nach einer Verfilmung wird es möglich sein, eine Kopie der Archivalien in die ehemaligen Missionsgebiete zu geben. Wir halten dies im Bewusstsein historischer Mitverantwortung für einen wichtigen, dringenden Schritt, um den Menschen in Südafrika und Tansania Zugang zu den Quellen ihrer eigenen Geschichte zu verschaffen.
Die BGMG hat für kleinere und größere Einzelspenden einen Archivfonds eingerichtet: Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 100 205 00, Kontonummer: 329 5300. In Südafrika: UBS Sommerset West, Nr. 9061898641, R 635. Bitte geben Sie jeweils den Verwendungszweck an. Spendenbescheinigungen werden wir gerne ausstellen.
Bei dieser Gelegenheit weisen wir auch darauf hin: Sollten Sie noch Materialien in privaten Nachlässen haben, die die Berliner Missionsgesellschaft betreffen und die Sie gerne einem Archiv und fachlicher Betreuung anvertrauen, wenden Sie sich bitte umgehend an uns. Es wäre der geeignete Zeitpunkt, sie in die Verzeichnung aufzunehmen.
Sollten Sie Fragen zur Nutzung des Archivs haben, wenden Sie sich bitte an Dr. W. Krogel, Kirchliches Archivzentrum, Telefon: #49/(0)30/225045130. Andere Rückfragen und Informationen zum Archiv richten Sie bitte an mich.
Wir danken Ihnen für jede Unterstützung! Ihre Andrea Schultze
Der erste Vorsitzende der Berliner Gesellschaft für Missionsgeschichte e.V.
Johannes Althausen
Als Christfried Berger vom damaligen Ökumenisch-Missionarischen Zentrum/Berliner Missionsgesellschaft und ich, damals wissenschaftlicher Mitarbeiter des damals noch existierenden Instituts für Allgemeine Geschichte der Akademie der Wissenschaften der DDR, zu Wendezeiten, also etwa zu Beginn des Jahres 1990 darüber diskutierten, wie man das bei den vornehmlich historisch arbeitenden Wissenschaftlern vorhandene Wissen einerseits sowie die praktischen Erfahrungen der "Missionsleute" aus der Georgenkirchstraße andererseits im Interesse einer verbesserten Nord-Süd- Zusammenarbeit intensivieren könne, kam als erstes "Produkt" eine Konferenz heraus. Diese historische Konsultation vom 31. Mai und 1. Juni 1991 fand aus Anlaß des 100jährigen Wirkens der Berliner Mission in Ostafrika statt. Die dort gehaltenen Beiträge wurden veröffentlicht.¹ Dieses Aufeinanderzugehen von DDR-Historikern, die sich mit Themen der Dritten Welt beschäftigten, und Missionspraktikern hatte im Osten Berlins eine, wenn auch nicht allzu weit zurückreichende, mehr sporadische und schüchterne Geschichte. Dennoch erregten diese Verbindungen die Aufmerksamkeit der Staatssicherheit, wie Unterlagen aus der Gauck-Behörde belegen.
Beide an einer fruchtbaren Zusammenarbeit interessierten Seiten wollten die alten Grabenkämpfe, die es zwischen Gegnern und Befürwortern der christlichen Mission in Übersee vor allem seit Beginn der 60er Jahre in deutschen Landen gab (und nicht nur in der DDR!), überwinden und zu einem konstruktiven Meinungsaustausch gelangen. Einigendes Band waren die historischen Quellen, die in den Missionsarchiven, vor allem in Deutschland, Ost wie West, lagerten. Aber im Osten Deutschlands war und ist der historische Aktenbestand auf Grund der langjährigen Vernachlässigung der Missionsarchive gefährdeter. Aus der Sorge um den Bestand der Missionsarchive und um zu präsentieren, welche Themen die Wissenschaftler durch Auswertung dieser Archive bearbeiten können, organisierte fast der gleiche Kreis von Interessierten einige Jahre später eine internationale wissenschaftliche Konferenz zum Thema "Missionsgeschichte - Kirchengeschichte - Weltgeschichte", die weltweit unter einschlägig arbeitenden Wissenschaftlern Beachtung fand.²
Während der Tagung mit internationalen Koryphäen im Oktober 1994, gleichsam als Höhepunkt, wurde unsere "Berliner Gesellschaft für Missionsgeschichte" (BGMG) gegründet. Als erster Vorsitzender der interdisziplinär arbeitenden wissenschaftlichen Gesellschaft wurde Dr. Johannes Althausen gewählt. Seine Aufgabe war nicht leicht. Mußte der neue Vorsitzende doch nicht nur strategische Ziele formulieren und nach den besten Wegen zur Erreichung derselben suchen. Der Gesellschaft waren nicht nur Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern von vier Kontinenten beigetreten, sondern im Vorstand arbeiteten schließlich Persönlichkeiten, die ihre jeweiligen individuellen Vorstellungen von der Arbeit des Vereins hatten, unterschiedlich sozialisiert waren.. Hinzu kommt, daß die Zusammensetzung des Vorstandes rotierend multipolar war. Es sitzen dort Missionspraktiker und Missionswissenschaftler, Theologen und säkulare Wissenschaftler, Einwohner aus Ost- und Westberlin, Junge und Alte, Christen und Atheisten, Männer und Frauen, ältere und gesetzte Persönlichkeiten und junge, dynamische, etwas ungeduldige Nachwuchswissenschaftler.
Bei dieser heterogenen Zusammensetzung ist es eigentlich verwunderlich, daß der Vorstand über die Jahre hinweg erfolgreich arbeitete. Wesentlicher Verdienst hierfür kommt Johannes Althausen zu. Souverän und bestimmt, nachsichtig und freundlich, leitete er die Vorstandssitzungen. Man merkte, daß er in der Leitung von Gremien Erfahrung besaß. Sein Wort hatte in den Vorstandssitzungen Gewicht. Der "große Vorsitzende", wie er im Büro des öfteren genannt wurde, besaß Autorität, die wesentlich aus seiner Sachkenntnis entstanden war. Und er besaß Geduld. Seine Entscheidungen und seine Argumente waren, er wird es mir nicht übel nehmen, von "Altersweisheit" geprägt. Da, wo anderen schon längst der Geduldsfaden gerissen wäre, kann Johannes Althausen mit bewunderungswerter Gelassenheit weiter diskutieren, mit Argumenten zu überzeugen versuchen.
Es sollte auch nicht unerwähnt bleiben, daß er nicht wenige der anfallenden Arbeiten im Vorstand selbst erledigt hat. Er repräsentierte mit großem Geschick die BGMG nach außen. Daß sie in Missions- und Kirchenkreisen, aber auch in der Wissenschaft nicht nur geduldet, sondern auch akzeptiert wird, ist nicht zuletzt den Bemühungen des ersten Vorsitzenden, den die BGMG hatte, zu verdanken.
Die Jahre, in denen die Berliner Gesellschaft für Missionsgeschichte und deren Vorstand sich konstituiert und konsolidiert hat, waren eine nicht immer leichte, aber schöne und interessante Zeit. Wesentlich hat sie Johannes Althausen geprägt. Ihm gilt der Dank des Vorstandes und insbesondere mein eigener. Ich werde unsere Gespräche, unsere Diskussionen, seien sie in schriftlicher, telefonmündlicher oder in direkter Aussprache geschehen, in Erinnerung behalten. Sie haben mir viel gegeben.
Ich hoffe, daß wir auch in Zukunft auf die Mitarbeit vom Mitglied Johannes Althausen, auf seine Ratschläge und praktischen Hinweise zurückgreifen können.
Ihr Ulrich van der Heyden
_____________________________
¹ Vgl. Brose, Winfried/van der Heyden, Ulrich (Hrsg.): Mit Kreuz und deutscher Flagge. 100 Jahre Evangelium im Süden Tanzanias. Zum Wirken der Berliner Mission in Ostafrika, Münster/Hamburg 1993.
² Vgl. van der Heyden, Ulrich/Liebau, Heike (Hrsg.): Missionsgeschichte - Kirchengeschichte - Weltgeschichte. Christliche Missionen im Kontext nationaler Entwicklungen in Afrika, Asien und Ozeanien, Stuttgart 1996.
_____________________________
Das Jahr 1918 als Datum der Kirchen- und Missionsgeschichte
Anschließend an die Mitgliederversammlung der Berliner Gesellschaft für Missionsgeschichte am Donnerstag, den 5. April 2001 im Französischen Dom am Gendarmenmarkt wird die Gesprächsreihe "Berliner Gespräche zur Missionsgeschichte fortgesetzt. Um 19 Uhr wird Herr Prof. Dr. Frieder Ludwig (Universität Bayreuth) einen Vortrag mit dem vorläufigen Titel "Das Jahr 1918 als Datum der Kirchen- und Missionsgeschichte" halten. Dazu ist herzlich eingeladen.
Neues Faltblatt erschienen
Zur Werbung und Darstellung der BGMG ist ein Faltblatt erschienen, in dem die Geschichte, die Ziele, Aktivitäten und Publikationen der Gesellschaft aufgeführt sind.
Es liegt bei Veranstaltungen aus und kann auch in der Geschäftsstelle bestellt werden
(email contact@bgmg.de oder Tel/Fax 030 47 97 138 Anrufbeantworter)
Neuerscheinungen
Auch in dieser Ausgabe der "Mitteilungen" drucken wir Hinweise auf neue Veröffentlichungen ab, die für unseren Kreis von Interesse sein werden. Alle Mitglieder der BGMG sind eingeladen, uns Anzeigen insbesondere ihrer eigenen Publikationen für den Abdruck zuzuschicken. Benötigt werden dafür die bibliographischen Angaben möglichst mit Verlag, ISBN, Preis und kurzer Inhaltsangabe. Bitte senden Sie solche Texte zur Redaktion an
Prof. Dr. Andreas Feldtkeller  , Theologische Fakultät der Humboldt-Universitat zu Berlin, Burgstr. 25, 10178 Berlin

Frieder Ludwig: Zwischen Kolonialismuskritik und Kirchenkampf - Interaktionen afrikanischer, indischer und europäischer Christen während der Weltmissionskonferenz in Tambaram 1938. Vandenhoeck & Ruprecht 2000. 352 Seiten, kartoniert, Preis: DM 104,—, ISBN 3-525-55964-X.
Die Weltmissionskonferenz von Tambaram 1938 war das erste derartige Treffen mit einer Mehrzahl von Teilnehmern aus nicht-westlichen Ländern. Hier tauschten Delegierte aus verschiedenen Regionen Afrikas ihre Erfahrungen aus, informierten sich über die südindische Kirchenunionsbewegung; einige besuchten Mahatma Gandhi. Indische Christen erfuhren von den Massenbewegungen und der Gründung unabhängiger Kirchen in Afrika ebenso wie von der Schwierigkeit, Polygamisten nicht zur Taufe zuzulassen. Auch der Einfluß der indischen Frauenbewegung war spürbar, so wurde die Frage der Frauenordination diskutiert. Die Europäer standen vor großen eigenen Problemen.
Die deutschen Delegierten hatten gegenüber dem NS-Regime ihre Teilnahme damit begründet, "deutsche Interessen" zu vertreten.Nach Tambaram kam es jedoch auf Grund der Berichte über die ökumenische Veranstaltung auch zu Konflikten mit den staatlichen Behörden. Es ist das Ziel des Buches, in drei Fallstudien (Westafrika, Südindien, Westeuropa) die vielfältigen Erfahrungen der Konferenz wiederzuentdecken.
Der Autor Dr. phil. Dr. theol. habil. Frieder Ludwig ist Privatdozent an der Evang.- theol. Fakultät München und derzeit Gastprofessor an der Universität Jos/Nigeria. Er wurde 1999 mit dieser Arbeit in München habilitiert.
Ursula Trüper 2000: Die Hottentottin. Das kurze Leben der Zara Schmelen (ca. 1793- 1831), Missionsgehilfin und Sprachpionierin in Südafrika. Mit einem Vorwort von Adam Jones. Verlag Rüdiger Köppe. Köln.
Im Jahre 1814 heiratet ein 36jähriger deutscher Missionar auf einer Erkundungsreise in den Süden des heutigen Namibia eine etwa 20jährige Frau aus seiner afrikanischen Gemeinde, die er wenige Monate zuvor kennen gelernt und getauft hat. Sie hilft ihm bei der Übersetzungsarbeit, gebärt ihm vier Kinder und stirbt im Jahre 1831. Aus dieser kleinen Geschichte hat Ursula Trüper ein Buch gemacht, indem sie die wenigen bekannten Daten über die Afrikanerin und ihren deutschen Mann zusammengestellt hat.
Der Missionar, Johann Hinrich Schmelen, der 1811 im Auftrag der Londoner Missionsgesellschaft nach Südafrika gekommen war, gilt in Nachschlagewerken als Pionier der Erforschung der Nama-Sprache (insbesondere ihrer Schnalzlaute) sowie der Missionierung Namibias; seine Frau Zara wurde bisher hingegen kaum erwähnt...
Katharina Städtler / Ursula Trüper (Hg.) 2000: Afrikanische Frauen und kulturelle Globalisierung. Mit den Beiträgen zur Jahrestagung der Vereinigung von Afrikanisten in Deutschland (VAD) Bayreuth, 8. - 10. Oktober 1998. Verlag Rüdiger Köppe. Köln.
Bis vor kurzem noch haben diejenigen wissenschaftlichen Disziplinen, welche sich mit den Frauen in Afrika beschäftigen, vor allen Dingen ihre Rollen in der traditionellen Gesellschaft untersucht, wo sie als Mütter, Ehefrauen, Handwerkerinnen, Händlerinnen, Bäuerinnen, Hebammen oder Kräuterfrauen wichtige Funktionen erfüllen. Die im engeren Sinne kulturelle Aktivität der Frauen sah man in der Bewahrung und Weitergabe der mündlichen Überlieferung und des geistigen Erbes ihres Volkes, weshalb ihr eine überaus große Bedeutung für das Weiterleben des traditionellen Wissens und traditioneller Praktiken zugeschrieben wurde. Da im allgemeinen afrikanische Gesellschaften als männlich dominiert betrachtet werden, vehikulierten diese Repräsentationen der afrikanischen Frauen immer auch die Konnotation, sei seien Opfer oder nur Ausführende, im besten Falle Reproduzierende.
Im vorliegenden Buch wird ein anderer Diskurs geführt. Anhand ausgewählter Beispiele wird gezeigt, dass die Frauen Afrikas und der afrikanischen Diaspora es zumindest in den letzten beiden Jahrhunderten verstanden haben, sich aktiv ihre materielle und intellektuelle Umwelt anzueignen. Sie kamen nicht nur mit schwierigsten Lebensbedingungen zurecht, sondern antworteten produktiv auch auf verschiedene Formen der kulturellen Globalisierung, welche zumeist als ökonomischer Zwang von außen an ihre Herkunftsgesellschaft herangetragen wurde.
Wir begrüßen neue Mitglieder
Herzlich begrüßen wir in unserer Mitte neue Mitglieder und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit:
Herr Peter Anhalt, Berlin
Herr Bastian, Breiter, Berlin
Frau Dr. Tanja Hemme, Hamburg
Herr Dr. Dr. Frieder Ludwig, Ahorntal
Frau Vera Mielke, Uplengen
Nachruf
Am 19. Januar 2001 ist Herr Pfarrer i. R. Martin Seeberg gestorben. Er war von 1962 bis 1978 Direktor der Goßner-Mission in Berlin (West). Seit zwei Jahren vertrat er diese auch in unserem Vorstand. Da er vor einigen Jahren erst das Archiv der Goßner-Mission neu geordnet und erschlossen hat, war sein Rat und seine Hilfe gerade auch für die Arbeit der BGMG von unschätzbarem Wert. Sein besonnenes Urteil und sein freundliches Engagement haben darüber hinaus diese Arbeit sehr gefördert. Von einem unerwarteten Schlaganfall hat er sich nicht wieder erholen können. Wir danken ihm sehr für seine Mitarbeit.
Dr. Johannes Althausen
Die Mitteilungen der Berliner Gesellschaft für Missionsgeschichte e. V. werden vom Vorstand der Gesellschaft zur Information seiner Mitglieder herausgegeben. Adresse der Gesellschaft: BGMG c/o Humboldt-Universität zu Berlin, Prenzlauer Promenade, 13189 Berlin. Layout und verantwortlich für diese Ausgabe: Thomas Karzek. email: t.karzek@t-online.de. Spendenkonto der Gesellschaft: Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 100 205 00 Kto. 329 5300