Heft 1. September 2000.
24 S. 21X14.8 cm.
Geheftet.
ISBN 393388909X.

vergriffen – Restexemplare bei der BGMG




Berliner Beiträge zur Missionsgeschichte:

Andreas Feldtkeller:

Sieben Thesen zur Missionsgeschichte

Missionsgeschichte wird in dieser Thesenreihe konsequent unter dem Gesichtspunkt betrachtet, dass eine Mehrzahl von missionarischen Religionen (u. a. Buddhismus, Christentum und Islam) in einer gemeinsamen Geschichte miteinander verwoben sind.
Missionarische Religionen zeichnen sich aus durch das Bemühen, Gemeinschaft zwischen Menschen verschiedener Kulturen herzustellen. Deshalb ist Missionsgeschichte eine Geschichte kultureller und religiöser Grenzüberschreitung. In ihr ist ein erheblicher Teil der Konstitutionsbedingungen gewachsen für heutiges Zusammenleben in pluralistischen Gesellschaften und in einer entstehenden Weltgesellschaft.
Der auf Gemeinschaft über Grenzen hinweg zielende missionarische Impuls tritt notwendig in eine Beziehung zum politischen Leben; er wird darin jedoch auch missbrauchbar.
All dies ist im Horizont einer mehr als zweitausendjährigen Entwicklung zu betrachten, deren jüngster Abschnitt durch seine besondere Beziehung zur Idee der Religionsfreiheit geprägt ist.

In this series of theses history of mission is presented as the common history of a plurality of religions practising mission (especially Buddhism, Christianity, and Islam).
Their common denominator is their effort to enable community between people of different cultures. Therefore history of mission is a history of crossing of cultural and religious borders. It plays a considerable part in constituting the living together of ethnic groups in today's pluralistic societies in a global society.
The missionary impetus aiming at such community necessarily interacts with political life. In this field, it may also be abused by political interest. All this is being presented within the horizon of a development lasting for more than two thousand years, the last chapter of which is characterised by its relation to the idea of religious freedom.




Prof. Dr. Andreas Feldtkeller:
Geboren 1961,
Studium der Evangelischen Theologie in München, Heidelberg, Jerusalem und Tübingen,
Promotion 1992 und Habilitation 1996 in Heidelberg,
seit 1999 Professor für Religions- und Missionswissenschaft sowie Ökumene
an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin.