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Heft 3, März 2002,
22 S., 21X14.8 cm, geheftet,
ISBN 3-933889-14-0,
(vergriffen – Restexemplare bei der BGMG)
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Berliner Beiträge zur Missionsgeschichte:
Werner Ustorf:
Mission im Nationalsozialismus
Die Christenheit des
Westens diskutiert zur Zeit Fragen des religiösen Pluralismus, des
Postmodernismus und der Re-Evangelisierung. Der vorliegende Aufsatz stellt
die These auf, dass die Umrisse dieser Debatte bereits zwischen den
Weltkriegen sichtbar wurden, als der Nazismus (der "neue
Mohammedismus", wie ein christlicher Zeitgenosse definierte) sich daran
machte, den vom Christentum freiwerdenden Platz ganz einzunehmen. Die
Niederlage dieser "politischen Religion" ist indessen nicht
unbedingt ein Sieg des Christentums. Es wird vielmehr argumentiert, dass das
Beispiel der christlichen Mission im Nationalsozialismus das tiefere Dilemma
der Inkulturation in der Zeit des modern-postmodernen Übergangs bloßlegt: Einerseits
das Evangelium in einem kulturellen Medium auszudrücken, das obsolet oder
wirklichkeitsfremd ist, andererseits auf ein neues kulturelles Paradigma
zuzugehen, das christliches Denken zur Aufgabe seiner Gewissheiten zwänge. Dieser
Konflikt ist bis heute ungelöst.
Western Christianity is currently engaged in a debate on religious
pluralism, postmodernity and re-evangelization. This paper argues that the
contours of this debate were already visible between the two world wars when
Nazism (the "new Mohammedism" as a Christian observer termed it)
tried to take over the place Christianity was vacating. The defeat of this
"political religion" does not mean the victory of Christianity. In
fact, it is argued that the example of Christian Mission in the era of
National Socialism reveals the deeper dilemma of inculturation at the time of
the modern/post-modern transition: to interpret the gospel, on the one hand,
within a cultural framework that is obsolete or irreal or, on the other,
within a new cultural paradigm that would force Christian thinking to give up
its certainties. This
conflict remains unresolved.
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Werner Ustorf:
Geboren 1945, Studium der Theologie in Hamburg, Promotion in Hamburg bei Hans
Jochen Margull über den kongolesischen Prophetismus, Habilitation in
Heidelberg über westafrikanische Christentumsgeschichte, Gründungsmitglied
der BGMG, seit 1990 Professor für Missionswissenschaften an der School of
Historical Studies, University of Birmingham, Großbritannien (Nachfolger von
Walter Hollenweger), z.Zt. Director des Centre of Missiology and World
Christianity in der School of Historical Studies, Birmingham.
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